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Museum Erding eröffnet neuen Zugang zur Stadtgeschichte

Pressemitteilung der Stadt Erding vom 09.05.11

Landshuter Str. 1, 85435 Erding, Tel. 08122/408205, Fax. 08122/408500
E-Mail: presse@erding.de


Museum Erding - Eingang bei NachtMit dem Museum Erding in der Prielmayerstraße beschreitet die Stadt ganz neue Wege in der Betrachtung ihrer wechselvollen Geschichte. Für die bereits über 150 Jahre alte Institution beginnt mit dem neuen Anbau ein völlig neues Kapitel ihrer eigenen umfangreichen Historie.

Schwerpunkt im neuen Gebäude ist die wirtschaftliche Entwicklung Erdings im Laufe der vergangenen Jahrhunderte, für die stellvertretend zwei besonders wichtige Handwerksbranchen stehen: So erinnert die eine der beiden neuen Abteilungen an das Handwerk der Loderer, die mit ihren Erzeugnissen seit dem späten Mittelalter neben der Getreideschranne die Basis für das Wirtschaftsleben Erdings bildeten. Diese Ära ging mit der Industrialisierung des Wollgewerbes und mit dem Tod des letzten Erdinger Loderers Rupert Müller 1928 zu Ende. Die zweite neue Abteilung zeichnet die Geschichte der Erdinger Glockengießerei unter den Inhabern Bachmair (1850 bis 1936) und Czudnochowsky (1936 bis zum Beginn der 1970er Jahre) nach, die ihre Erzeugnisse in die ganze Welt lieferten. Glocken aus Erding klingen unter anderem im Kloster Santa Maria de Montserrat bei Barcelona sowie in St. Peter in München und trugen damit maßgeblich dazu bei, dass sich die Herkunft aus der Herzogstadt als Qualitätsmerkmal etablieren konnte.

FoyerIn die Gegenwart weist die jetzt erarbeitete Firmenausstellung, in der sich zwölf der wirtschaftsstärksten und traditionsreichsten Erdinger Unternehmen präsentieren. In Verbindung mit drei Räumen, in denen künftig Vorträge und Seminare stattfinden sollen sowie Projektarbeiten der Schulen möglich sind, erfüllt der Anbau alle museumsgestalterischen Gesichtspunkte, um interessierten Bürgerinnen und Bürgern einen neuen Zugang zur Geschichte ihrer Heimatstadt finden zu lassen. Von Bedeutung sind in diesem Zusammenhang auch die neu geschaffenen – wenn auch weniger publikumswirksamen - Möglichkeiten der Archivierung und Katalogisierung. Insgesamt beläuft sich die Grundfläche der Depoträume im Anbau auf rund 450 Quadratmeter, im Altbau kommt noch einmal eine ähnlich große Fläche dazu. Bereits jetzt verfügt das Museum über knapp 35 000 inventarisierte Objekte, von denen freilich nur ein Bruchteil gezeigt werden kann.

Museum ErdingNach der Fertigstellung des neuen Gebäudes beginnt die Sanierung im historischen Teil des Museums, im Antoniusheim. Nach vielen Umzügen und Auslagerungen hat das Museum Erding seit 1986 hier seinen Sitz. Im Verlauf der Arbeiten werden auch die bisherigen vier Ausstellungen Vor- und Frühgeschichte, Kirchenkunst und Volksfrömmigkeit, Alltag in Erding sowie (die bis in die Neuzeit erweiterte) Stadtgeschichte neu konzipiert und Zug um Zug dem Publikum wieder zugänglich gemacht.


Das Museum Erding in der Prielmayerstraße 1 ist jeden Dienstag bis Sonntag von 13 bis 17 Uhr geöffnet. Der Eintritt kostet regulär 3 Euro, bis auf weiteres jedoch 1,50 Euro.