Neubau eines Schulgebäudes als Passivhaus
in Niedrigstenergiebauweise
(ausgezeichnet mit dem E.ON Bayern Umweltpreis 2009)

Nach einer mehr als 1 ½-jährigen Planungsphase wurde Anfang März 2009 mit dem Neubau der Fachoberschule/Berufsoberschule in Erding begonnen.
 
Hierbei handelt es sich um eine Baumaßnahme des Landkreises Erding, an der der Landkreis Ebersberg über eine kommunale Zweckvereinbarung mit 30 % beteiligt ist.
 
Mit dem neuen Schulgebäude wird kein Bauwerk im herkömmlichen Sinn geschaffen, sondern ein Passivhaus in Niedrigstenergiebauweise; ein absolutes Novum auf dem Sektor des Schulhausbaus.
 
Wegen seiner herausragenden Bedeutung wird das Projekt über die Deutsche Bundesstiftung Umwelt maßgeblich gefördert. Ein Hauptanliegen der DBU ist dabei, die bei Errichtung und dem Betrieb gewonnenen Erfahrungen einer breiten Öffentlichkeit, und dem interessierten Fachpublikum zu vermitteln.
 
Wie bereits erwähnt, wurde im März mit den Erd- und Gründungsarbeiten in Erding begonnen. Geplant ist,
  • den Rohbau bis Oktober 2009 fertig zu stellen,
  • das Gebäude noch im Dezember 2009 winterdicht zu bekommen,
  • mit den Installationsarbeiten im Januar 2010 zu beginnen,
  • den Innenausbau ab März 2010 anzugehen und
  • bis Dezember des kommenden Jahres das Gebäude zu vollenden.

Das innovative Projekt findet bereits jetzt in der Bauphase überregional große Beachtung. So wurde es mit dem E.ON Bayern Umweltpreis 2009 ausgezeichnet, der zu den bundesweit höchst dotierten Preisen dieser Art zählt. Er wurde am 24. Juli 2009 bereits zum fünften Mal vergeben, wobei das Erdinger Vorhaben einen der beiden mit 50.000 € dotierten Hauptpreise erhielt. 

Einen Überblick über den Baufortschritt vermittelt die gleichnamige Präsentation.
 
Bevor die Bauarbeiten begonnen werden konnten musste parallel zur Planung das Konzept für eine Schule als Passivhaus in Niedrigstenergiebauweise entwickelt werden. Dabei galt es in besonderem Masse den Gedanken der Nachhaltigkeit zu berücksichtigen. Dies geschah im Rahmen einer Lebenszyklusbezogenen Planung und ökologisch-ökonomischen Bewertung des Vorhabens.
 
Ziel ist es, ein Gebäude zu erstellen, dessen
  •  Heizwärmebedarf kleiner als 15 kWh/m2a und
     
  • Primärenergiebedarf kleiner als 120 kWh/m2

liegt, was eine extrem gut gedämmte Gebäudehülle, eine besonders wirksame Be- und Entlüftung, sowie eine hocheffiziente Stromnutzung voraussetzt. Dass diese Vorgaben erreichbar sind, zeigt das vorliegende Energiekonzept, dessen Umsetzung allerdings eine besondere Herausforderung für die Planung der Haus- und Elektrotechnik.