Landkreis Erding Landkreis Erding Biomüll
Navigation Abfallwirtschaft

Die Biotonne

Seit Oktober 1992 werden im Landkreis Erding mit großem Erfolg Bioabfälle gesammelt. Die Biotonne unterscheidet sich von der Restmülltonne durch den braunen Deckel. Außerdem trägt sie einen Aufkleber mit Hinweisen zur richtigen Befüllung. Die Leerung erfolgt alle 14 Tage im Wechsel mit der Restmülltonne.

Sortierung

  • Gemüse- und Obstabfälle
  • Kaffee- und Teesatz
  • Eier- und Zwiebelschalen
  • Schalen von Nüssen und Südfrüchten
  • Samen- und Wurzelunkräuter dornige Sträucher  
  • kleine, auch dornige Zweige
  • verdorbenes Obst und Gemüse
  • kranke befallene Pflanzen

Eigener Kompost

  • Gemüse- und Obstabfälle 
  • Eier- und Zwiebelschalen
  • Kaffee- und Teesatz
  • unbehandelte Holzspäne und  
  • Rasenschnitt in kleinen Mengen
  • kleine Zweige
  • Laub außer Walnuss- und Eichenlaub 
  • Blumen und Topfpflanzen 

Grüngutcontainer

  • Heckenschnitt auch von Thujen und Koniferen
  • Äste und Zweige
  • Laub (auch Walnuss- und Eichenlaub)
  • unbehandelte Holzspäne und Sägemehl
  • Rasenschnitt
  • unbelastetes Stroh außer Haustier- und Kleintierstreu
  • Obstabfälle
  • Blumen und Topfpflanzen

Restmülltonne

  • Asche, Holzasche, Holzkohle  
  • Haustier- und Kleintierstreu
  • Hygienetücher
  • Kehrricht, Kohle- und Ölruß
  • Fleisch-, Wurst-, Fisch- und Knochenreste
  • Staubsaugerbeutel
  • Stoffreste
  • Vogelsand
  • Windeln
  • Zigarettenkippen
  • behandelte Holzspäne

Der Aufkleber auf der Biotonne gibt die Sortierung schon weitest gehend vor.
In die Biotonne darf nur organisches Material! Restmüll wie Staubsaugerbeutel, Windeln, Asche und Haustierstreu gehören ebensowenig in die Biotonne wie Metalle, Glas, Dosen, Bauschutt, Kunststoffe usw.
Der Bioabfall darf nicht in Kunststofftüten auch nicht in sogenannte „kompostierbare Biofolien“ aus Maisstärke!
Der Bioabfall kann aber in Zeitungspapier (keine farbigen Illustrierten) gewickelt oder in unbeschichtete Papiertüten gepackt werden. Diese werden mitkompostiert.

Die Erfassung und Verwertung der Bioabfälle bewirkt:

  • Eine Reduzierung der Müllmenge um 30 % bis 50 %.
  • Die Schonung wertvoller Abfallbeseitigungskapazität
  • Die Gewinnung von Kompost als wertvolles Rohmaterial anstelle von Torf. So werden natürliche
  • Moorgebiete geschützt und erhalten. Kompostbeigaben können im Boden zu einer deutlichen
  • Verbesserung der Fruchtbarkeit und Bodenstruktur führen.
  • Die Einsparung von Kosten, denn Kompostieren ist kostengünstiger als die Verbrennung in einer
  • Müllverbrennungsanlage.

Ist es ratsam, bei Eigenkompostierung auf die Biotonne zu verzichten?

Nein, denn Bioabfallsammlung und Eigenkompostierung ergänzen sich sinnvoll:

Zwei Wege - ein Ziel

Nicht alle im Haushalt anfallenden Bioabfälle sollten auf den eigenen Kompost, denn

  • Pflanzenschädliche Krankheitserreger (Viren, Bakterien, Pilze) und Unkräuter werden im eigenen Kompost nicht abgetötet
  • Nicht alle Abfälle verrotten optimal, z. B. dornige Sträucher, verschiedene Laubarten
  • Kleinere Gärten werden wegen der zusätzlichen Nährstoffe durch die Küchenabfälle leicht überdüngt.

Verzichten Sie auch auf so genannte kompostierbare Kunststoffe

Die Gründe dafür:

  • Die Anlage, in welcher der Bioabfall aus dem Landkreis Erding kompostiert wird, durchlaufen diese angeblich abbaubaren Kunststofftüten unbeschadet. Deshalb müsste der Kompost anschließend aufwändig nachsortiert werden.
  • Bereits in der Biotonne, im Müllfahrzeug oder im Aufnahmebunker der Kompostieranlage werden diese Tüten so stark verschmutzt, dass sie als „kompostierbare Bioabfallbeutel“ nicht mehr erkannt werden und wie Plastiktüten aussortiert werden müssen.
  • Die marktgängigen „biologisch abbaubaren Kunststoffe“ sind nicht grundsätzlich aus nachwachsenden Rohstoffen, sondern enthalten mehr oder weniger große Bestandteile aus fossilen Rohstoffen (Erdöl). Das Kompostierbarkeitszeichen trifft keine Aussage über die Art des Rohstoffes.

Packen Sie Ihren Bioabfall in Zeitungspapier (keine Illustrierten) oder unbeschichtete Papiertüten, diese können mitkompostiert werden!

Als Grundsatz gilt: Jeder Anschlusspflichtige ist für die Reinigung und Pflege seiner Biotonne verantwortlich.


Sommersorgen - Geruch und Maden vermeiden

  • Die Tonne sollte nicht in der Sonne stehen. Der beste Platz ist eine Müllbox, eine Garage, jedenfalls ein schattiger Ort.
  • Die Biotonne nicht mit zu nassem Material befüllen (wie etwa Dressings). Feuchte Bioabfälle zuerst abtropfen lassen, dadurch kann der Geruchsbildung im Sommer vorgebeugt werden.
  • Deckel nicht offen lassen, denn Niederschläge sorgen in der Tonne für Übernässung und erschweren die Entleerung.
  • Tonnenboden mit etwas Zeitungspapier auslegen, um Feuchtigkeit zu binden und Gefäßverschmutzung zu mindern.
  • Strukturmaterial als Zwischenschicht (z. B. kleine Äste) bindet Feuchtigkeit, verbessert die Luftzirkulation und mindert so die Geruchsbildung.
  • Den Bioabfall nicht in die Tonne pressen, denn so entstehen schnell Fäulnisprozesse und Madenbefall.
  • Ton- oder Gesteinsmehl auf jede Schicht Bioabfäll bindet Flüssigkeit und reduziert Geruchsbildung und Madenbefall.
  • Biotonne nicht mit chemischen Mitteln reinigen, diese belasten den Kompost.

Schmutzwasser von der Biotonnenwäsche darf zwar auf Ihre private Rasenfläche oder unter Ihre Hecke sowie in Abwasser- und Mischwasserkanäle, aber nicht auf öffentlichen Flächen oder in Regenwasserkanäle gekippt werden. Fragen Sie nach beim Abwasserzweckverband oder Ihrer Gemeinde- bzw. Stadtverwaltung.

Winterleiden - kein Festfrieren im Winter

  • Feuchtigkeit begünstigt das Festfrieren.
  • Ein paar Blatt Zeitungspapier, am besten zusammengeknüllt auf den Tonnenboden.
  • Kein Laub unten in die Tonne geben, da dieses schnell festfriert. Größere Mengen Laub sollten zum Recyclinghof gebracht werden.
  • Wenn der Bioabfall schon festgefroren ist, die Tonne in der Garage auftauen lassen und am Entleerungstag bis 6.00 Uhr bereitstellen.
  • Gegebenenfalls den gefrorenen Bioabfall mit der Grabgabel vorsichtig lockern.

Merkblätter

Hyperlinks

Der Online Entsorgungskalender im Internet
Der Müllkalender mit Feiertagsregelung für die Rest- und Biomüllabfuhr sowie Gelbe Säcke    

Interaktiver Online-Abfuhrkalender
Der Online-Abfuhrkalender ganz individuell für Ihren Wohnort und Straße