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Jahrespressekonferenz 2019 – Afrikanische Schweinepest

10.12.2019 Die Afrikanische Schweinepest (ASP) ist eine Infektionskrankheit, die ausschließlich Schweine (Haus- und Wildschweine) betrifft. Die Übertragung erfolgt entweder direkt von Tier zu Tier oder indirekt z. B. über kontaminierte Gegenstände.

Insbesondere Speiseabfälle aus nicht gegarten Schweineprodukten (z. B. Salami, Schinken) stellen eine mögliche Infektionsquelle dar. Eine Übertragung auf andere Tiere, wie zum Beispiel Jagdhunde, findet nicht statt. Für den Menschen ist das Virus ebenfalls ungefährlich. Auch der Verzehr von Schweinefleisch ist gesundheitlich unbedenklich.

Da sich die ASP auch in Europa weiter ausbreitet, letzte Nachweise in Polen sind nur ca. 40 km von der deutschen Grenze entfernt, und ein Ausbruch zu immensen wirtschaftlichen Schäden führen würde, gilt es, alle vorbeugenden Maßnahmen zu ergreifen, um eine Einschleppung zu verhindern, aber auch alle Vorbereitungen für eine effektive Bekämpfung zu treffen.

Da im Landkreis Erding viele Schweine gehalten werden, war einer der Schwerpunkte unserer Tätigkeit im Jahr 2019, entsprechende Vorbereitungen zu treffen. Neben Maßnahmen, die die Einschleppung verhindern sollen, wie Informationsveranstaltungen, Plakataktionen, Unterstützung bei der Reduktion der Wildschweindichte und Aufklärung von Jägern und Landwirten über notwendige Biosicherheitsmaßnahmen wurden auch Vorbereitungen für den Ernstfall getroffen. Dazu gehören beispielsweise zahlreiche Tierseuchenübungen, Zusammenstellung und Schulung von Trupps, die die toten Wildschweine bergen, Beschaffung von notwendiger Ausstattung und Schaffung der Voraussetzung für eine evtl. notwendige Einzäunung eines befallenen Gebietes.

Kategorien: Jahrespressekonferenz, Landkreis, Landratsamt Erding, Veterinäramt, Natur- und Umweltschutz, Gesundheitswesen, Landwirtschaft