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Klinik Dorfen feiert 90-jähriges Jubiläum

Klinikum Landkreis Erding

11.09.2018 Die Klinik Dorfen wird 90 Jahre alt. Am 27. März 1928 wurde das Haus an der Erdinger Straße 17 nach einer Bauzeit von zwei Jahren feierlich eröffnet. Nun feiern Landkreis und Klinikum das Jubiläum mit einem Festakt. Am Samstag, den 15. September 2018, findet zu diesem Jubiläum, findet zudem von 10 bis 16 Uhr ein Tag der offenen Tür statt, bei dem sich nicht nur die Abteilungen des Hauses vorstellen, sondern auch Reanimationstraining, eine Teddyklinik sowie ein begehbares Darmmodell der Felix-Burda-Stiftung für die Besucher geboten wird.

„Dass die Klinik Dorfen, so wie sie heute in diesem Gebäude existiert, nun 90 Jahre alt wird, ist ein Erfolg für uns“, so Landrat und Verwaltungsratsvorsitzender Martin Bayerstorfer, dem die wohnortnahe Gesundheitsversorgung am Herzen liegt und der daher immer für den Erhalt des Standorts Dorfen eingetreten ist. „Es gab Jahre, in denen von manchen gesagt wurde, diese Klinik sei zu klein. Sogar manche Kreisräte haben gefordert, den Standort Dorfen zu schließen und beispielsweise in ein Seniorenheim umzuwandeln. Dazu habe ich immer gesagt: nicht mit mir. Die Klinik Dorfen ist für den östlichen Landkreis und darüber hinaus sehr wichtig. Der Standort ist unverzichtbar.“ Gemeinsam mit den Mitarbeitern der Klinik Dorfen, die Tag für Tag engagiert bei der Arbeit sind, ist es Landrat und Landkreis gelungen, den Standort zu sichern. Sowohl Beweis als auch Grund hierfür sind unter anderem die jüngsten Erweiterungen: die Schmerztherapie und die Schlafmedizin. „Mit den Erweiterungen im Bereich der Schmerztherapie und der Schlafmedizin sind wir für die Zukunft gerüstet. Wir haben gezielt den Ausbau an Behandlungsangeboten in der Klinik Dorfen vorangetrieben, die das Angebot des Klinikums in Erding ergänzen, und dafür investiert, um den Standort Dorfen zur erhalten“, erläutert Bayerstorfer. Dafür sind im Lauf der Jahre verschiedene Maßnahmen durchgeführt worden. Eine der wegweisendsten war die Sanierung der Klinik im Jahr 2003, die mit dem Anbau des Ärztehauses in privater Trägerschaft in unmittelbarer Nachbarschaft zur Klinik einherging. 2006 wurde auf Betreiben des Landrats der Notarztstandort an der Klinik Dorfen eingerichtet. Die Etablierung der Abteilung für Hämatologie und Onkologie 2007 sicherte dem Standort Dorfen das Alleinstellungsmerkmal, das er zuvor durch die Belegabteilung Urologie gehabt hatte. In den Jahren 2010 und 2011 wurde schließlich für 1,1 Millionen Euro der ehemalige OP-Trakt umgebaut zu einem Funktionstrakt für Untersuchungen. Und die Maßnahmen hatten Erfolg, fügt Klinik-Vorstand Sándor Mohácsi an: „Die Klinik Dorfen ist stabil auf hohem Niveau; seit Jahren werden dort etwa 2.000 Patienten jährlich behandelt.“
 
Eine Versorgung durch ein Krankenhaus gibt es schon länger als 90 Jahre in Dorfen: bereits in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts gab es in Dorfen ein Armen- und Krankenhaus, das von 1857 an von den Schwestern vom Orden des hl. Franzikus betreut wurde und ab 1868 von den Barmherzigen Schwestern. Zwischen 1926 und 1928 dann wurde das heutige Gebäude für die Klinik Dorfen gebaut, das im Lauf der folgenden Jahre mehrfach erweitert und saniert wurde. 1969 wurde die Klinik vom Landkreis übernommen – 1995 erfolgte schließlich die offizielle Zusammenlegung mit dem Klinikum Erding.
  
Das breite Spektrum, das die Klinik Dorfen inzwischen gemeinsam mit Beleg- und Kooperationsärzten anbietet, kann sich für ein Krankenhaus dieser Größe sehen lassen. So findet sich in der Klinik nicht nur die Abteilung für Innere Medizin / Gastroenterologie unter Chefarzt Dr. Ludwig Rudolf. Erst im letzten Jahr hat die Abteilung für Hämatologie und Onkologie unter der Leitung von Prof. Dr. Folke Schriever und Dr. Cathrine Haller ihr 10jähriges Jubiläum gefeiert. Im Herbst 2016 wurde der stationäre Bereich der Interdisziplinären Schmerztherapie unter der Leitung von Prof. Dr. Magdolna Hornyak gegründet. Die jüngste Erweiterung ist die Abteilung für Schlafmedizin, ebenfalls unter der Leitung von Prof. Dr. Hornyak. Darüber hinaus gibt es bereits seit Jahren die Belegabteilung für Kardiologie und Gastroenterologie, die im Bereich der Kardiologie von den Belegärzten Dr. Walter Ruckdeschel und Dr. Carsten Husemann sowie in der Gastroenterologie von den Belegärzten Dr. Christian Zillinger und Dr. Ludwig Rudolf betreut wird.

Historie Klinik Dorfen

1926 -1928            Errichtung des heutigen Krankenhaus-Gebäudes Dorfen
27.03.1928            Eröffnung des neuen Gebäudes
1969                      Übernahme der Klinik Dorfen durch den Landkreis
1985 -1989            Erweiterung/Sanierung des Krankenhauses
1995                      Zusammenlegung mit dem Klinikum Landkreis Erding
1996                      Einrichtung der Belegabteilung für Innere Medizin Einrichtung der Kurzzeitpflege
2003                      Sanierung des Krankenhauses Dorfen
                              Anbau des Ärztehauses in privater Trägerschaft
2006                      Etablierung des Notarztstandorts an der Klinik Dorfen
2007                      Etablierung der Hämatologie und Onkologie
2011                      Umbau des ehemaligen OP-Trakts
                              Eröffnung des neuen Funktionstrakts
2016                      Etablierung der stationären Interdisziplinären Schmerztherapie
2017                      Etablierung der Schlafmedizin
  
Das Klinikum Landkreis Erding ist ein fachlich weit ausdifferenziertes kommunales Krankenhaus der gehobenen Grund- und Regelversorgung mit 330 stationären Betten sowie 12 teilstationären Plätzen in der Schmerztherapie und befindet sich in 100%iger Trägerschaft des Landkreis Erding. Neben seinem Auftrag zur Gesundheitsversorgung der Region ist das Klinikum Landkreis Erding mit seinen beiden Standorten in Erding und Dorfen auch wirtschaftlich von großer Bedeutung. Mit seinen attraktiven Beschäftigungsmöglichkeiten für über 1000 Menschen (einschließlich Schüler) ist das Klinikum der größte kommunale Arbeitgeber im Landkreis. Darüber hinaus ist das Klinikum Akademisches Lehrkrankenhaus der TU München sowie Standort für zwei eigene Berufsfachschulen für Pflegeberufe: die Berufsfachschulen für Krankenpflege und Krankenpflegehilfe.

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