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Herausforderungen des demografischen Wandels annehmen

Die Projekte und deren Umsetzung – Stand August 2019

Feststellen des Bildungs- und Ausbildungsbedarfs im Bereich Handwerk und Kleine und Mittlere Unternehmen im Landkreis Erding

Anders als in strukturschwachen Regionen stellt sich im Landkreis Erding das Problem, dass viele Ausbildungsplätze unbesetzt bleiben. Andererseits gibt es trotzdem in jedem Jahr Bewerber, die keinen Ausbildungsplatz finden.

Die Hochschule für angewandtes Management ist den Ursachen des Passungsproblems zwischen Angebot an Ausbildungsplätzen und Nachfrage durch potentielle Auszubildende auf den Grund gegangen.

In einem Gutachten wurden die Erkenntnisse zusammengefasst und Handlungsempfehlungen entwickelt. Dieses Gutachten wurde im Ausschuss für Bildung und Kultur am 05.10.2016 vorgestellt.


Bestandserhebung über die räumliche Auslastung sowie über den baulichen Zustand der im Landkreis bestehenden Schulgebäude

Bereits im Mai 2014 wurden die Gemeinden und der entsprechende Fachbereich des Landratsamtes angeschrieben, mit der Bitte, Aussagen über die Auslastung und den baulichen Zustand der Schulgebäude zu treffen.
Dabei wurden insbesondere Fragen zur direkten räumlichen Situation des zukünftigen Raumbedarfs, zu geplanten Neu- und Erweiterungsbauten, zum Sanierungsbedarf und zur Barrierefreiheit der Schulgebäude selbst und der Sporthallen gestellt.

Ziel der Abfrage war es, eine überörtliche Analyse der Raumsituation und der Bedarfssituationen darzustellen und Synergien herzustellen.
Dadurch sollen Leerstände vermieden werden.
Darüber hinaus soll die Barrierefreiheit Stück für Stück erweitert werden.
Das Projekt erfolgte in enger Absprache mit den Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern.
Ergebnis:
In 96% aller Schulen ist das Schulgebäude voll ausgelastet, in 4 % der Schulen sind ein oder zwei Räume dauerhaft frei.
93 % der Schulleiter schätzen, dass auch in den nächsten Jahren keine Räumlichkeiten leer stehen werden.
24% der Schulleiter rechnen mit erhöhtem Raumbedarf in den nächsten Jahren.
55% der Schulen sind bereits barrierefrei, bei Sporthallen sind es 62%.


MINT-Projekte im Landkreis Erding

MINT – diese vier Buchstaben stehen für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik und damit für ein wichtiges Zukunftsthema.
Ein besonderer Fachkräftemangel wird im technischen Bereich erwartet. Wichtig ist es, dem prognostizierten Fachkräftemangel frühzeitig zu begegnen.
Die Bildungslandschaft muss an die Herausforderungen der Zukunft angepasst werden.

Um die Wichtigkeit des Themas zu fokussieren möchte der Landkreis Erding MINT Region werden. Dazu sind Kooperationen mit der Wirtschaft und mit anderen MINT Regionen unerlässlich. Um dies zu erreichen veranstaltet die Bildungsregion im Herbst 2018 ein MINT Vernetzungstreffen und möchte einem MINT Netzwerk (entweder MINT Allianz Bayern oder MINT Netz Bayern) beitreten. Verhandlungen dazu laufen derzeit.
An Einzelaktionen von Kindergärten und Schulen mangelt es im Landkreis nicht. Hier gibt es erfreulich viel Aktivität. Alle der Bildungsregion bekannten Aktionen sind im Folgenden aufgeführt.

Haus der kleinen Forscher:

Die Stiftung „Haus der kleinen Forscher“ mit dem Netzwerkpartner Industrie und Handelskammer koordiniert, organisiert und finanziert Initiativen vor allem für Kindergärten und Grundschulen vor Ort. Erzieherinnen und Erzieher können kostenlos Fortbildungen und Workshops besuchen. Die Einrichtungen können sich zertifizieren lassen. Im Landkreis Erding sind bereits der städtische St. Antonius Kindergarten (Erding), der Naturkindergarten Mooswichtel (Itzlinger Wald, Erding) und das Kinderhaus Schwindkirchen (Dorfen) zertifiziert als „Haus der kleinen Forscher“.


www.haus-der-kleinen-forscher.de


Ab dem schuljahr 2019/2020 wird das „Haus der kleinen Forscher“ auch für den Grundshculbereich angeboten.

  

VHS: KinderUni

für Kinder von 7 – 11 Jahren mit wechselnden Vorlesungen in Erding und Dorfen.

VHS: Tüftlerwerkstatt

Die Tüftlerwerkstatt bietet Kindern zwischen 10 und 11 Jahren die Möglichkeit, regelmäßig unter Anleitung selbstständig zu "werkeln".


Mittelschulen und geplantes MINT-Zentrum an der Mittelschule Wörth

Derzeit läuft die Planung von Fortbildungen für Mittelschullehrer und die Entwicklung einer Reihe von Versuchen, die zum neuen Mittelschullehrplan passen und das Interesse der Schüler wecken sollen. Außerdem ist eine Tüftlerwerkstatt an der Orterer Schule in Wörth angedacht. Diese soll die bereits eingerichtete Werkstatt in der VHS ergänzen.

Auszeichnung MINT-freundliche Schule

In der bundesweiten Ausschreibungsrunde der Initiative "MINT Zukunft schaffen" wurden bereits vier Schulen im Landkreis Erding ausgezeichnet.
Damit erfährt besonderes Engagement und breites Bildungsangebot im Bereich der MINT-Fächer eine besondere Würdigung. Für die Auszeichnung sind folgende Kriterien entscheidend:

  • MINT-Schwerpunktbildung ist fester Bestandteil des Schulprofils
  • naturwissenschaftliche Zusatzangebote
  • regelmäßige Teilnahme an MINT-Wettbewerben
  • Kooperation mit Eltern und Firmen im Bereich der Naturwissenschaften
  • vertiefte Unterstützung der Schüler bei Berufswahlorientierung
  • Einbeziehung von Hochschulen, Museen und anderen außerschulischen Partner für die Unterrichtsgestaltung
  • intensive Teilnahme von Lehrkräften an MINT-bezogenen Fortbildungen
  • gute Ausstattung der Fachräume
  • Kooperation mit anderen Schulen

Insgesamt gibt es bayernweit 229 MINT-freundliche Schulen (Stand August 2019). Bei der Bewerbung der Schulen kommt ein anspruchsvoller, standardisierter Kriterienkatalog zum Einsatz. Bundesweit durchlaufen die Schulen einen einheitlichen Bewerbungsprozess, wobei Landesarbeitgebervereinigungen und Bildungswerke der Wirtschaft Mitspracherecht haben.

Anne Frank Gymnasium
25.09.2013 – Auszeichnung „MINT-freundliche Schule“
20.10.2016 - erneute Auszeichnung nach dreijähriger Profilbildung, da das Prädikat nicht dauerhaft verliehen wird

Korbinian Aigner Gymnasium
06.10.2015 – Auszeichnung „MINT-freundliche Schule“

Gymnasium Dorfen
20.10.2016 – Auszeichnung „MINT-freundliche Schule“
Seit 2018: MINT-EC – Schule (Schule mit ausgeprägtem MINT-Profil)

Realschule Oberding
2016 – Auszeichnung „MINT-freundliche Schule“


Fachkräftemangel in naturwissenschaftlich-technischen Berufen

Die beste Möglichkeit, um bei Schülerinnen und Schülern Interesse an einem Beruf zu wecken, ist ein Praktikum. Für die Betriebe bietet ein Praktikum die Möglichkeit den zukünftigen Auszubildenden bereits kennenzulernen. Daher sieht die Bildungsregion Landkreis Erding eine Veröffentlichung möglichst vieler Praktikumsstellen für naturwissenschaftlich-technische Berufe als gute Möglichkeit an, dem Fachkräftemangel zu begegnen.
Es wurde daher eine Datenbank programmiert, in die nach und nach Praktikumsstellen aufgenommen werden. Die Schülerinnen und Schüler werden über diese Plattform informiert.
Die Praktikumsbörse ist unter www.landkreis-erding.de/praktikum bereits online und wird laufend erweitert.


Fachkräftemangel in pflegerischen Berufen

Dieses Projekt wurde neu aufgegriffen und wird in Kooperation mit der Initiative Gesundheitsregionplus im Landratsamt Erding und mit der Bildungskoordinatorin für Neuzugewanderte bearbeitet.
Geplant sind Maßnahmen zur Deutschförderung von ausländischen Pflegekräften und Initiativen zur Gewinnung von Auszubildenden.