Landkreis Erding Landkreis Erding Tierseuchen
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Aufgabengebiete

Tier- und Warenverkehr

  • ANIMO- (TRACES-) Meldungen
  • Ausstellung von Gesundheitsbescheinigungen f. Zucht-, Nutz- u. Schlachttiere EG- u. Drittlandverkehr
  • Ausstellung von Genusstauglichkeitsbescheinigungen für Waren tierischer Herkunft
  • Ausstellung von Gesundheitsbescheinigungen für Tiere im Reiseverkehr
  • Stichprobenartige Rinderkennzeichnungskontrollen (HIT- Meldungen)
  • Überprüfung von Marktauftriebslisten
  • Überwachung des nationalen, des innergemeinschaftlichen und des Drittlandverkehrs
  • Überwachung von Viehhändlern, Viehtransporteuren und Sammelstellen
  • Zulassung von Viehhändlern, Viehtransporteuren und Sammelstellen
  • Untersuchung amtlich zu beobachtender Tiere
  • Zertifizierung von Futtermittelexporten

Tierische Nebenprodukte

Nicht für den menschlichen Verzehr bestimmte tierische Nebenprodukte (Erzeugnisse tierischen Ursprungs), Tierkörper oder Tierkörperteile können Risiken für die Gesundheit von Mensch und Tier bergen. Tätigkeiten unter Verwendung von tierischen Nebenprodukten, Tierkörpern oder Tierkörperteilen unterliegen der Aufsicht des Veterinäramtes. Alle Unternehmer die auf einer der Stufe der Erzeugung, des Transportes, der Handhabung, der Verarbeitung , der Lagerung, des Inverkehrbringens, des Vertriebs, der Verwendung oder Beseitigung von tierischen Nebenprodukten aktiv sind, benötigen für Ihren Betrieb eine Registrierung oder eine Zulassung nach dem tierischen Nebenprodukterecht. Diese ist beim Veterinäramt vor Aufnahme der Tätigkeit zu beantragen.

Die Zulassung bzw. Registrierung betrifft Betriebe zur Beseitigung toter Tiere (Tierkörperbeseitigungsanstalten, Krematorien) ebenso wie Heimtierfuttermittelhersteller, Betriebe mit Biogasanlagen, Transporteure die tierische Nebenprodukte befördern, Verarbeitungs-, Lager- oder Zwischenbehandlungsbetriebe sowie alle sonstigen Betriebe die mit tierischen Nebenprodukten handhaben.
Weiterführende Informationen inklusive der aktuellen Liste zugelassener und registrierter Betriebe für tierische Nebenprodukte finden sich auf der Homepage des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft.

Link: http://www.bmel.de/DE/Tier/Tiergesundheit/TierischeNebenprodukte/nebenprodukte_node.html

Tierseuchenbekämpfung

   
Aufgaben zur Tierseuchenbekämpfung:

  • Aufstellung und Aktualisierung der Seuchennotstandspläne, Ausnahmegenehmigungen nach §  34 Tierimpfstoffverordnung
  • Ausnahmegenehmigungen nach § 17c Abs. 4 Nr. 2a Tierseuchengesetz
  • Durchführung von Bekämpfungsmaßnahmen gegen die allgemeine und besondere Gefahr von Tierseuchen
  • Durchführung von systematischen Bekämpfungsprogrammen (z.B. bei Schweinepest)
  • Ermittlung von Art, Stand und Ursache von anzeige- und meldepflichtigen Tierseuchen
  • Ermittlung von Art, Stand und Ursache von Zoonosen
  • Kontrollen nach Schweinehaltungshygieneverordnung
  • Öffentlichkeitsarbeit (z.B. Vorträge bei landwirtschaftlichen Veranstaltungen)
  • Organisation, Überwachung und Mitwirkung bei der Varroabekämpfung
  • Rinderkennzeichnungskontrollen
  • Sachkundeprüfung und Erlaubniserteilung für die Zucht und den Handel von Sittichen
  • Tierseuchenmeldungen (TierSeuchenNachrichten und Listserver)
  • Überprüfung, Bestätigung und Weiterleitung v. Entschädigungs-, Beihilfe- u. Kostenübernahmeanträgen
  • Überprüfung, Bestätigung und Weiterleitung von Leistungsvergütungen der praktischen Tierärzte

   

Untersuchungen und Impfungen

  • Dokumentation der Kontrolluntersuchungen (Aujeszkysche Krankheit und Bovine Herpesvirus-Infektion)
  • Erstellung von Statistiken (Bovine Herpesvirus-Infektion)
  • Fachliche Mitwirkung bei freiwilligen Programmen der Bayerischen Tierseuchenkasse
  • Fachliche Mitwirkung bei gesetzlich vorgeschriebenen Bekämpfungsverfahren
  • Organisation, Überwachung und Mitwirkung bei Kontrolluntersuchungen (Brucellose und Leukose)

Aktuelle Informationen zu Tierseuchen

Aktuelle Informationen zur Afrikanischen Schweinepest (ASP)

  1. Den Rahmenplan Afrikanische Schweinepest ASP auf der Seite des Bayerischen Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz (externer Link):
    https://www.stmuv.bayern.de/themen/tiergesundheit_tierschutz/tiergesundheit/krankheiten/asp/rahmenplan.htm

  2. Die Bekanntmachung der Neufassung der Schweinepest-Verordnung auf der Seite des Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (externer Link):
    https://www.bmel.de/DE/Tier/Tiergesundheit/Tierseuchen/_texte/Schweinepest-Jagdzeiten-VO-Aenderung.html

  3. oder auf der Seite des Bundesanzeiger Verlag (externer Link):
    https://www.bgbl.de/xaver/bgbl/start.xav?startbk=Bundesanzeiger_BGBl&start=//*%5b@attr_id='bgbl118s0383.pdf'%5d#__bgbl__%2F%2F*%5B%40attr_id%3D%27bgbl118s0383.pdf%27%5D__1539700175553

Aktuelle Informationen zur Geflügelpest

Links (extern)

Aktuelle Informationen zur Blauzungenkrankheit

Aktuelle Informationen zur Hasenpest/Tularämie

Das Landratsamt informiert und empfiehlt Vorsichtsmaßnahmen. Nach letzten Nachweisen von Hasenpest im Landkreis Erding im Jahr 2015 gibt es aktuell wieder einen Nachweis. Deshalb informiert das Landratsamt: Bei der Hasenpest handelt es sich um eine bakterielle Erkrankung, die vor allem bei wildlebenden Tieren vorkommt. Besondere Bedeutung als Reservoir hat in Deutschland vor allem der Feldhase. Menschen können sich vor allem bei intensivem Kontakt mit erkrankten Tieren oder deren Ausscheidungen bzw. beim Umgang mit Kadavern, insbesondere beim Enthäuten und Ausnehmen erlegten Wildes, infizieren. Die Tularämie des Menschen ist daher in erster Linie eine Berufskrankheit von Jägern, aber auch von Köchen, Metzgern, Tierärzten und seltener von Landwirten. In Einzelfällen ist auch eine Infektion über unzureichend erhitzte Nahrungsmittel oder kontaminiertes Wasser möglich. Der Mensch ist für den Erreger sehr empfänglich. Für eine Infektion über Mund, Nase, Lidbindehaut oder kleine Haut- und Schleimhautverletzungen sind nur wenige Keime notwendig. Die Inkubationszeit (Zeit zwischen Ansteckung und Ausbrechen der Krankheit) wird mit 3 bis 10 Tagen angegeben, die Erkrankungsdauer mit 2 bis 3 Wochen, gefolgt von einer längeren Rekonvaleszenz. Die Krankheit beginnt mit unspezifischen, grippeartigen Symptomen wie Kopf- und Gliederschmerzen, Fieber, Schüttelfrost und Mattigkeit. An der Eintrittsstelle entwickelt sich eine geschwürig zerfallende Papel. Die regionären Lymphknoten schwellen stark an und vereitern. Innere Organe können beteiligt sein (z. B. Lungenentzündung). Eine erfolgreiche Behandlung ist besonders bei rechtzeitiger Diagnose mit Antibiotika gut möglich. Die auffälligsten Symptome bei lebenden, mit Tularämie infizierten Tieren sind Schwäche, Fieber und verändertes Verhalten, zum Beispiel das Ausbleiben des Fluchtreflexes. In der Regel verenden die Tiere nach wenigen Tagen. Seltener führt eine chronische Verlaufsform unter zunehmender Entkräftung nach etwa 14 Tagen zum Tod. Kranke Wildtiere sind matt, teilnahmslos und verlieren die natürliche Scheu und Schnelligkeit. Hunde, wie auch Menschen, sind keine Hauptwirte, sondern Nebenwirte. Sie können an der Tularämie jedoch schwer erkranken. Deshalb ist es sinnvoll, in Gebieten , in denen Tularämiefälle amtlich nachgewiesen sind, Kontakt zu Kadavern von Wildtieren zu vermeiden.

Deshalb empfiehlt das Landratsamt folgende Vorsichtsmaßnahmen:

  • Vermeidung von ungeschütztem Kontakt zu Wildtieren, insbesondere bei offensichtlichen kranken Tieren
  • Vermeidung von ungeschütztem Kontakt zu Kadavern von Wildtieren
  • Einhalten der Arbeitshygiene beim Umgang mit erkrankten oder toten Wildtieren
  • Einhalten der Arbeits- und Küchenhygiene beim Umgang mit Wildbret während der Vorbereitung (Enthäuten, Ausnehmen) und der Zubereitung
  • Wildgerichte nur gut durchgegart verzehren

Weitere Informationen zur Tularämie:
www.lgl.bayern.de/tiergesundheit/tierkrankheiten/bakterielle_pilzinfektionen/tularaemie/index.htm
www.rki.de/DE/Content/InfAZ/T/Tularaemie/Tularaemie.html

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Formulare und Merkblätter