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16. AMG-Novelle – Informationen für Tierhalter zu den Meldeverpflichtungen zum Antibiotikaeinsatz bei Masttieren

Stand 09.12.2014

Am 1. April 2014 ist die 16. Änderung des Arzneimittelgesetzes in Kraft getreten, die neue Regelungen zum Antibiotikaeinsatz bei Masttieren der Arten Rind, Schwein, Huhn und Pute beinhaltet. Bis zum 1. Juli 2014 mussten berufs- und gewerbsmäßige Tierhalter ihre Bestände getrennt nach Nutzungsarten (Mastkälber ab dem Absetzen bis 8 Monate, Mastrinder über 8 Monate, Mastferkel ab dem Absetzen bis 30 kg Körpergewicht, Mastschweine über 30 kg Körpergewicht, Masthähnchen und Mastputen ab dem Schlupf) in der HIT-Datenbank melden oder melden lassen.

Kleine Betriebe sind von der Meldeverpflichtung ausgenommen, wenn pro Halbjahr durchschnittlich nicht mehr als 20 zur Mast bestimmte Rinder, 250 Schweine, 1.000 Puten oder 10.000 Hähnchen pro Nutzungsart gehalten werden.
Betroffene Betriebe müssen alle seit dem 1. Juli 2014 durchgeführten Antibiotikaanwendungen und Tierbewegungen getrennt nach Nutzungsarten in der HIT-Datenbank melden oder durch einen beauftragten Dritten (z.B. Tierarzt) melden lassen. Aus diesen Daten wird für jede Nutzungsart halbjährlich die betriebliche Therapiehäufigkeit errechnet. Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) berechnet aus den Therapiehäufigkeiten aller meldepflichtigen Betriebe in Deutschland Kennzahlen, bei deren Überschreitung der Tierhalter u.a. einen Tierarzt zu Rate ziehen und ggf. Maßnahmen zur Verringerung des Antibiotikaeinsatzes einleiten muss.

Weitere Informationen sowie eine Sammlung häufig gestellter Fragen (FAQs) finden Sie auf der Internetseite des Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit:

Link

www.amgnovelle.bayern.de

Tierarzneimittel

  • Abnahme (Zulassung) tierärztlicher Hausapotheken
  • Kontrollen in gewerblichen Tierhaltungen
  • Kontrollen in landwirtschaftlichen Betrieben
  • Mitwirkung beim Vollzug des Arzneimittelgesetzes (Bekämpfung des illegalen Arzneimittelverkehrs)
  • Öffentlichkeitsarbeit (z.B. Vorträge bei landwirtschaftlichen Veranstaltungen)
  • Organisation und Überwachung des nationalen Rückstandskontrollplans
  • Überprüfung tierärztlicher Hausapotheken
  • Überwachung der Verkehrs mit Tierarzneimitteln und Betäubungsmitteln