Sitzung des Kreisausschusses am 02.11.2026

In der Sitzung des Kreisausschusses wurden die Preisträger für den Sozialpreis 2026 des Landkreises Erding bekannt gegeben. Es sind dies:

 

Es gibt Menschen in unserer Mitte, die die besondere Fähigkeit besitzen, andere Menschen vollumfänglich für eine Sache zu begeistern und sofort zum Mitmachen zu Bewegen. Einer von ihnen ist Harry Hoyler, der Initiator und Motor des Vereines Helferschwein e.V.

 

Der heute 60 Mitglieder starke Verein mit Sitz in der Gemeinde Moosinning hat es sich zur Aufgabe gemacht, bürgerschaftliches Engagement zu stärken und hilfsbedürftige Menschen und Gruppierungen aus unterschiedlichen Bereichen wie der Jugend- und Altenhilfe, kirchlicher und weltlicher Projekte sowie sozialer Initiativen zu unterstützen. Harry Hoyler ist dabei unermüdlich mit seinem Verein im Einsatz Sach- und Geldspenden für die verschiedensten Institutionen zu generieren, die sich über die Jahre auf einen Wert von mehreren Hunderttausend Euro summieren.

 

Diverse Tafeln, Kindergärten, das Sophienhospiz, Großprojekte wie die Organisation eines Hilfekonvois mit 35 Lkws nach Erftstadt (NRW) oder der Ukrainehilfe stellen nur einen Teil des umfänglichen Engagements dar. Der Verein organisiert zudem fortlaufend Hilfstransporte an die polnisch-ukrainische Grenze sowie direkt in die Ukraine. Geliefert werden vor allem medizinische Hilfsgüter (Krankenbetten, Rollstühle, Inkubatoren) und Lebensmittel. Anfang 2025 überführte der Verein zudem ein ausrangiertes, käuflich erworbenes Feuerwehrauto samt Ausrüstung an den ukrainischen Katastrophenschutz.

 

Unterstützt wird der Verein durch ein starkes regionales Netzwerk aus Sponsoren sowie bekannten Persönlichkeiten wie dem Münchner Liedermacher Roland Hefter. Dadurch schafft es Hoyler auch, keine Kosten für Werbemittel oder Druckerzeugnisse für seinen Verein entstehen zu lassen, die das Spendenvolumen schmälern könnten. Die Übergabe der Güter erfolgt darüber hinaus in enger Zusammenarbeit mit etablierten sozialen Organisationen, um sicherzustellen, dass die Hilfe ganz sicher auch dort ankommt, wo sie am dringendsten gebraucht wird.

 

Auf ihn ist Verlass – nicht nur, wenn es darauf ankommt, sondern oft schon viel früher. Mit seinem Credo „Wir sind zusammen stark und versuchen, die Welt ein bisschen schöner zu machen.“ schafft er es gemeinsam mit seinen Mitstreitern, Menschen in Notsituationen zu erreichen und Leid zu lindern.

 

Menschen wie Harry Hoyler sind keine Selbstverständlichkeit. Sie sind das Fundament eines lebendigen Miteinanders und machen unsere Gemeinschaft ein Stück besser. Dafür gebühren ihm aufrichtiger Dank, große Anerkennung und vor allem unser aller Respekt. In Anerkennung besonderer, langjähriger Verdienste im Bereich des ehrenamtlichen Engagements verleiht der Landkreis Erding den Sozialpreis 2026 an Herrn Harry Hoyler.

 

Mädchenrealschule Heilig Blut Erding für das Projekt Ehrenamt, ein Integrationsprojekt für beeinträchtigte und nicht beeinträchtigte Jugendliche mit der St. Nikolaus-Schule


Der Sozialpreis des Landkreises Erding geht 2026 an die Erzbischöfliche Mädchenrealschule Heilig Blut Erding für das Projekt Ehrenamt, ein Integrationsprojekt für beeinträchtigte und nicht beeinträchtigte Jugendliche. Das Projekt fördert aktiv das soziale Miteinander, Austausch und Begegnung zwischen Jugendlichen und Menschen mit Behinderung. Dies schafft Zusammenhalt und gegenseitige Wertschätzung und gilt es nun besonders mit dem Sozialpreis für das Jahr 2026 zu ehren.

Im Jahr 2007 entstand an der Mädchenrealschule die Idee das ehrenamtliche Engagement bei den Schülerinnen neben dem Unterricht zu fördern. Aus diesem Impuls heraus entstand die Kooperation mit der Heilpädagogischen Tagesstätte St. Nikolaus. Unter dem Motto Mein Herz schlägt auch für dich – Freundschaft überschreitet Grenzen steht seitdem die Begegnung und der Austausch von beeinträchtigten und nicht beeinträchtigten Jugendlichen im Zentrum. Ein weiterer wesentlicher Bestandteil ist die Kooperation mit dem Seniorenwohnheim des Heiliggeist-Stift Erding. Hier kommen Jugendliche und Senioren regelmäßig unter dem Motto Singen, spielen und lachen verbindet Generationen zusammen.

Das Projekt zeigt den jungen Menschen auf vielfältige Weise Verantwortung zu übernehmen und baut Brücken zwischen Generationen und Lebenswelten. Durch Begegnung und Austausch sammeln die Jugendlichen neue Erfahrungen und bekommen unterschiedliche Perspektiven. Die gemeinsamen Aktivitäten und Projekte sowie gegenseitige Besuche der Schulen fördern das Verständnis füreinander und bauen Freundschaften. Das Auswahlgremium hob in seiner Begründung besonders hervor, dass gerade der Austausch und die regelmäßige Gemeinschaft von nicht beeinträchtigten und beeinträchtigten Jugendlichen nachhaltig prägend ist. Dadurch habe das Projekt einen Vorbildcharakter und fördere die gesellschaftliche Sichtbarkeit von Menschen mit Behinderung maßgeblich.

Dieses Engagement der Mädchenrealschule Heilig Blut und den großen sozialen Mehrwert des Integrationsprojekts zeichnet der Landkreis Erding mit dem Sozialpreis für das Jahr 2026 aus.