Orange Day

Mitwirkung am Orange Day 25.11.2026
Gemeinsam ein Zeichen gegen Gewalt an Frauen und Mädchen setzen !

 

Am 25. November findet weltweit der sogenannte „Orange Day“ statt – der Internationale Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen und Mädchen. Er markiert den weltweiten Auftakt der 16-tägigen UN-Kampagne „Orange The World“, die am 10. Dezember, dem Tag der Menschenrechte, endet.

Die Farbe Orange steht dabei weltweit für Hoffnung auf eine Zukunft ohne Gewalt.

Deshalb möchte ich Sie alle herzlich dazu einladen sich am Orange Day zu beteiligen und ein sichtbares Zeichen gegen Gewalt und für Menschlichkeit zu setzen.

Der Fantasie sind dabei keine Grenzen gesetzt. Jede Aktion – groß oder klein – trägt dazu bei, Aufmerksamkeit für ein wichtiges gesellschaftliches Thema zu schaffen und Menschen Werte wie Respekt, Gleichberechtigung und Zivilcourage näherzubringen.

Sie können auch Aufkleber wie unten erhalten, die Sie unter gleichstellung@lra-ed.de kostenfrei bestellen können.

Ich würde mich freuen, wenn Sie mir ein Foto von Ihrer Aktion schicken.

Einige Schulen beteiligen sich… die Schülerinnen und Schüler tragen orange Kleidung und Armbänder, gestalten orange Ecken mit orangen Gegenständen, Bildern und Blumen, geben Infos in den Schülerzeitungen, streichen Wände in den Mädchentoiletten orange und und und….

      

Seit 1999 ist dieser Aktionstag offizieller Gedenktag der Vereinten Nationen und steht symbolisch für den gemeinsamen Einsatz gegen Gewalt sowie für Gleichstellung, Respekt und gesellschaftliche Verantwortung.

Zahlen in Erding
(Quelle Polizeipräsidium Oberbayern Nord, BRK Erding, WEISSER RING Erding, Landratsamt Erding)

Im Landkreis Erding wurden in den Polizeiinspektionen Erding und Dorfen im Jahr 2025 280 Fälle häuslicher Gewalt registriert. Das sind 44 Fälle mehr als 2024 (Anstieg um 18,6 %).

Der BRK Erding ist Träger des Frauenhauses, betreibt den Frauennotruf, eine Interventionsstelle zur Fachberatung und nachträgliche Unterstützung der Frauen. 2025 waren 30 Frauen und 25 Kinder im Frauenhaus, 68 neue Klientinnen haben sich beim Frauennotruf gemeldet und 85 Klientinnen arbeiten mit der Interventionsstelle.

Insgesamt fanden im Jahr 2025 1450 Beratungen statt.

Der Opferschutzverein WEISSER RING Erding unterstützte 2025 in 12 Fällen Opfer von häuslicher Gewalt.

Die Erziehungs- und Familienberatung Erding registrierte 2025 20 Fälle partnerschaftlicher Gewalt.

Das Jugendamt Erding berichtet, dass bei einer Gefährdungsmeldung zum Schutz eines Kindes ans Jugendamt in etwa 20 % der Fälle häusliche Gewalt eine Rolle spielt.

Zahlen in Deutschland
(Bundeslagebild „Häusliche Gewalt“ im Jahre 2024; Quelle Bundeskriminalamt):

Im Jahr 2024 wurde in Deutschland 265.942 Menschen Opfer häuslicher Gewalt, ein neuer Höchststand.

Diese sind mit 70,4% überwiegend weiblich. Die Frauen sind sehr häufig nicht nur „verbaler“ Gewalt ausgesetzt, sondern auch körperlicher Gewalt.

Gleichzeitig bilden diese Zahlen vermutlich nur einen Teilausschnitt der Realität ab. Den häusliche Gewalt - sei es im Partnerschaften oder innerhalb der Familie - geschieht meist im Verborgenen, also hinter verschlossenen Türen. Viele Taten werden aus Angst, Scham oder Abhängigkeit nicht zur Anzeige gebracht und finden daher keinen Niederschlag in den polizeilichen Zahlen. D.H. die Dunkelziffer hoch.

Häusliche Gewalt umfasst auch psychische Gewalt und kontrollierendes Verhalten. Dazu gehören: Einschüchterung, Erniedrigung, Isolation, Drohungen, extreme Kontrolle des Alltags sowie Finanzen.

Betroffene Frauen haben im Vergleich zu physisch und psychisch nicht misshandelten Frauen deutlich häufiger: Depressionen, Angststörungen, Alkoholismus, Medikamentenmissbrauch, eingeschränkte Alltagsfunktion etc.

Tödliche Gewalt gegen Frauen und Mädchen (Femizide)
(Quelle: UNODC und UN-Woman in ihrem gemeinsamen Bericht „Femicides in 2024“)

83.000 Frauen und Mädchen wurden im Jahr 2024 weltweit getötet. 50 000 davon wurden von ihrem Partner oder einem Familienmitglied wie z.B. Vater, Bruder, Onkel, Cousin oder Mutter ermordet. Damit starb rechnerisch weltweit fast alle 10 Minuten eine Frau oder ein Mädchen durch die Hand eines nahen Angehörigen.


Verfasserin:

Sabine Trettenbacher