Schutz für Kiebitz, Feldlerche & Co.: Landratsamt Erding wirbt für Blühflächen und weist auf KULAP-Frist hin
Bodenbrüter sind wahre Meister der Tarnung, da sie ihre Nester unmittelbar auf dem Boden errichten. Um erfolgreich zu brüten und ihre Jungen aufzuziehen, sind sie auf offene, insektenreiche Landschaften angewiesen. Blühflächen und Brachen in unserer Agrarlandschaft sind dabei essenzielle Rückzugsorte, erklärt das Landratsamt. Sie bieten nicht nur Nahrung in Form von Insekten, Würmern und Samen, sondern schaffen ein ökologisches Gleichgewicht, von dem auch Bestäuber wie Bienen und Schmetterlinge profitieren.
Eine zentrale Rolle nehmen hierbei die lokalen Landwirte ein. Sie sind die Gestalter der Kulturlandschaft und können durch gezielte Maßnahmen das Überleben bedrohter Arten sichern. Um diesen wichtigen Beitrag zum Erhalt der Artenvielfalt ohne wirtschaftliche Einbußen zu ermöglichen, bietet der Freistaat Bayern finanzielle Unterstützung über das Bayerische Kulturlandschaftsprogramm (KULAP) an.
Landwirte, die im Rahmen des KULAP Maßnahmen wie die Anlage und Pflege von Blühflächen umsetzen möchten, müssen ihren Antrag bis spätestens 24. Februar 2026 einreichen.
Ein wichtiger Aspekt für die Betriebe: Die meisten dieser Maßnahmen sind temporär angelegt. Das bedeutet, dass bei der Umsetzung auf Ackerflächen der wertvolle Ackerstatus der Flächen erhalten bleibt. Damit verbindet das Programm ökologische Notwendigkeit mit betrieblicher Planungssicherheit.
Das Landratsamt Erding ruft alle berechtigten Landwirte dazu auf, diese Fördermöglichkeiten zu prüfen und so gemeinsam den wertvollen Lebensraum im Landkreis zu erhalten.
Kontakt für Rückfragen und weitere Informationen: Landratsamt Erding, Fachbereich Artenschutz, E-Mail: artenschutz@lra-ed.de