Landratsamt Erding informiert zum Auftreten der Gespinstmotte

In jüngster Zeit gehen beim Landratsamt Erding vermehrt Anfragen zu Sträuchern und Apfelbäumen ein, die in ein silbriges Gespinst gehüllt und teilweise kahlgefressen sind. Verantwortlich dafür ist die Gespinstmotte. Diese Insektenart ist für Mensch und Tier vollkommen harmlos, da die kleinen gelblichgrauen Raupen mit schwarzen Punkten keine Brennhaare besitzen und somit ungiftig sind. Die Tiere spinnen ihre Fraßbereiche sowie Schlafstätten netzartig ein, wodurch die betroffenen Gehölze ein gespenstisch wirkendes Aussehen erhalten können.

Von dieser unbedenklichen Erscheinung sind andere Arten wie der Eichenprozessionsspinner oder der Goldafter abzugrenzen, bei denen aufgrund von Brennhaaren Vorsicht bei direktem Kontakt geboten ist. Der Eichenprozessionsspinner tritt ausschließlich an Eichen auf, während der Goldafter keine kompletten Bäume einspinnt. Die Raupe des Goldafters erreicht eine Länge von drei bis vier Zentimetern und ist graubraun bis schwarz gefärbt. Zudem kennzeichnen sie zwei orangerote knopfartige Warzen am hinteren Rückenbereich sowie ein weißer Fleckenstreifen an den Seiten.

Bildmaterial zur Unterscheidung der verschiedenen Raupenarten steht auf der Internetseite des Landkreises unter dem Bereich Gartenbau und Landespflege zur Verfügung. Verdachtsfälle können weiterhin telefonisch bei der Kreisfachberatung unter der Rufnummer 08122 581253 gemeldet werden.