Sitzung des Ausschusses für Klima, Natur, Struktur, Verkehr und Umwelt am 08.07.2026

Im Rahmen der Sitzung des Ausschusses für Klima, Natur, Struktur, Verkehr und Umwelt, beschäftigten sich die Ausschussmitglieder mit dem derzeitigen Angebot des ÖPNV.

Der Kostendeckungsgrad der Buslinien ist nahezu auf allen Linien gesunken. Ursächlich hierfür sind vor allem die gestiegenen Energie- und Personalkosten. 

 

Einen Überblick gab es auch über die derzeit laufenden Baumaßnahmen an den Recyclinghöfen im Landkreis Erding. Abgeschlossen oder nahezu fertiggestellt sind die Maßnahmen in Reichenkirchen, Buch am Buchrain und Ottenhofen, für die Gemeinde Forstern ist der Baubeginn für einen neuen Recyclinghof für 2027 geplant. An der Müllumladestation in Isen wird derzeit der zweite Bauabschnitt umgesetzt. Mit Fertigstellung des Gesamtprojekts ist bis Ende 2026 zu rechnen, Einzug und Inbetriebnahme sollen Anfang 2027 erfolgen.

 

Neu vergeben wurden die Leistungen zum Transport und der Verwertung von Bauschutt. Der Landkreis Erding sammelt derzeit auf 23 Recyclinghöfen Bauschutt sowie an der Müllumladestation Isen zusätzlich Gips- und Porenbetonabfälle. Dabei wurden im Jahr 2024 ca. 3.300 to Bauschutt und ca. 88 to Gips- und ca. 32 to Porenbetonabfälle gesammelt. Nach erfolgter Ausschreibung wurde der Vertrag ab dem 01.07.2026 an die Firma Hilger Günter Transporte e.K. in Taufkirchen/Vils (bisheriger Vertragspartner) vergeben. Die erwartete Kostensteigerung ist, im Vergleich zu dem auslaufenden Vertrag, aufgrund der allgemeinen Preissteigerung im Bereich Kraftstoff, Maschinen und Löhne eingetreten. Da es sich bei dem Entsorgungsfachbetrieb um den aktuellen Vertragspartner handelt, ist mit einem reibungslosen Übergang zu rechnen.

 

Seit Dezember 2025 werden aufgrund gesetzlicher Vorgaben der BImSchV bei der Annahmekontrolle an der Müllverwertungsanlage (MVA) Ingolstadt sämtliche Abfälle einer Radioaktivitätsmessung unterzogen.

Davon sind auch die täglichen Restmüllmengen (75 - 150 to) aus Isen, die in Ingolstadt angeliefert werden betroffen.  Kürzlich wurde ein LKW aus Isen mit erhöhten Strahlungswerten detektiert und die Annahme verweigert. Nach einer vom zuständigen LfU angeordneten Stillstandszeit wurde erneut gemessen und der Abfall konnte aufgrund einer negativen Messung anschließend entladen werden.

Zu den häufigsten Ursachen bzw. mögliche Strahlungsquellen zählen nach den aktuellen Erkenntnissen Krankenhaus- und Heimabfälle, Radiopharmaka aus der Krebsmedizin und auch verstrahlte Wildschweinabfälle aus der Annahme von Aufbruch im Rahmen der Prophylaxe der Afrikanischen Schweinepest.