Sitzung des Kreisausschusses am 15.04.2026
Um dem demografischen Wandel und dem Ausscheiden erfahrener Fachkräfte in
den kommenden Jahren entgegenzuwirken, wurde die Einstellung von
Nachwuchskräften für das Jahr 2027 beschlossen. Der Landkreis setzt dabei auf
ein breites Spektrum an Ausbildungswegen, das von Verwaltungsfachangestellten
und Beamtenanwärtern bis hin zu technischen Berufen wie Straßenwärtern und
Umwelttechnologen reicht. Die interne Nachwuchsförderung bleibt ein zentraler
Baustein, um den Bürgerservice langfristig auf hohem Niveau zu halten und
vakante Stellen qualifiziert zu besetzen.
Die Planungen für den Einstellungsjahrgang 2027 im Überblick (jeweils m/w/d):
Verwaltungsfachangestellte 6 Einstellungen zum 01.09.2027
Beamtenanwärter (2. QE): 2 Einstellungen zum 01.09.2027
Beamtenanwärter (3. QE): 2 Einstellungen zum 01.10.2027
Straßenwärter: 1 Einstellung zum 01.09.2027
Umwelttechnologen für Kreislauf- und Abfallwirtschaft: 1 Einstellung zum
01.09.2027
Die verstärkte Ausbildung eigener Fachkräfte ist eine Reaktion auf die aktuelle
Altersstruktur im Landratsamt: Ein Großteil der Belegschaft befindet sich derzeit in
der Altersgruppe der 50- bis 59-Jährigen, was in absehbarer Zukunft zu zahlreichen
Vakanzen führen wird. „Da die Besetzung durch externe Bewerber zunehmend
schwieriger wird, ist die interne Nachwuchsförderung (aktuell 27 Nachwuchskräfte
im Haus) essentiell.“, so Landrat Martin Bayerstorfer.
Ein erfreuliches Resümee konnte die Verwaltung beim Blick auf die Finanzen
ziehen. Die Abschlusszahlen für das Haushaltsjahr 2025 fielen positiver aus als
ursprünglich kalkuliert. Der Gesamthaushalt schloss mit einem Volumen von rund
249,8 Millionen Euro ab. Besonders hervorzuheben ist die Zuführung vom
Verwaltungshaushalt an den Vermögenshaushalt, die mit etwa 9,2 Millionen Euro
deutlich über dem Planansatz lag. Dieser finanzielle Spielraum wurde unter
anderem durch konsequente Einsparungen sowie verlängerte Vakanzen bei
Wiederbesetzungen erreicht. Durch diese disziplinierte Haushaltsführung konnte die
geplante Entnahme aus den Rücklagen reduziert werden, was wiederum die
finanzielle Stabilität für das Folgejahr stärkt und die Kommunen des Landkreises
entlastet.